D Sälm 72
De Bibl auf Bairisch
1Von n Salman: Yn n Künig, o Got, gib dein Richterkraft mit; gib yn n Künigssun deinn Blik für s Recht!

2Er reichneb dein Volk, so wie s rechtförtig ist, däß de Armen nit unter d Rädl graatnd.

3Frid, Frid kimmt von n Birg; von de Hoehn abher kimmt für s Volk s Recht.

4Werd wer druckt, ist yr daa, tuet um Arme si um, und er raeumt mit dyr Drangslerschar auf.

5So lang sollt yr löbn, wie s ayn Sunn, aynn Maand geit, so weit vürhin, wie niemdd denken kan.

6Wie Rögn auf ayn Feld stroem yr abher auf d Welt, waickeb d Erdn her, wie s is grad braucht.

7Frid, Frid überall und Gerechtigkeit herrscht, wenn yr waltt. Hinst eyn s End von dyr Welt

8herrscht von Mör zo Mör er und von n Euffret so weit, wie d Welt glangt.

9Non wildeste Stämm müessnd nider vor iem; seine Feindd kriechend vor iem in n Staaub.

10De Künig weit hint, hinst eyn s Tärschischer Ögg, von de Insln tragnd Gschenker dyrher. Säbau, Sebau schosst;

11allsand Künig fallnd vor iem auf d Knie. D Völker seind unter iem;

12und er rött, wer iem schreit. Arme, Hilfloose traund si iem an.

13Wer schwach ist und beugt, für die haat yr ayn Gfüel; yn de Armen beschirmt yr ien Löbn.

14Aus Drangsal und Gwalt holt yr s ausher und rött s, weil ien Schicksal iem wirklich vil giltt.

15Hooh, hooh sollt yr löbn! Gold aus Säbau haat er sir verdient. Bettß für iem allzeit; fleehtß aynn Sögn für iem rab!

16Mein, dyr Traid rauscht aft hinst auf de Berg! In n Land waxnd d Frücht dicht wie Weissnbergbaeum. In de Stötn blüet s Volk zalreich wie Hälm.

17Sein Nam bleibt allzeit; lang wie d Sunn löbt sein Ruem. D Haidn lobnd n; er ist ja ien Glück.

18Preis, Preis dir, Herr, Got von Isryheel; s wundertst nur du!

19In Eebigkeit Preis yn seinn herrlichnen Nam, weil sein Rued de gantz Erdn erfüllt! - Amönn, amönn. Dös ist s End von n Dafetn Jessennsun seine Gebeter.

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Psalm 71
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